Warum kleine Teams in der Formel 1 nicht überleben werden

Rennflagge

Die mächtigste Frau der Formel 1 stellt sich auf eine schwierige Saison für unabhängige kleine Teams in der Formel 1 ein. „Wir wollen uns verbessern. Doch die Erwartung, dass wir in naher Zukunft anfangen, Rennen zu gewinnen, wäre unrealistisch“, sagte Claire Williams, die stellvertretende Williams-Team-Chefin, im Gespräch mit dem Handelsblatt. In der vergangenen Saison reichte es nur zu Platz fünf in der Konstrukteurswertung. Doch mit dem neuen Rennwagen, der an diesem Samstag vorgestellt wird, peilt Williams zumindest das Treppchen an.

Unabhängige Teams wie Williams könnten sich nur schwer in der Formel 1 behaupten, sagt Williams, die den Rennstall gemeinsam mit ihrem Vater Frank führt. Williams habe daher eine Entwicklungsabteilung aufgebaut, die die Technologien aus der Königsklasse für Unternehmen aus der freien Wirtschaft nutzbar mache. „Wir stellen zum Beispiel alle Batterien für die Formel E her, beim Punkt Elektromobilität arbeiten wir mit der Automobilindustrie zusammen“, sagt Williams. Mit dem britischen Startup Aerofoil Energy hat der börsennotierte Rennstall Kühlregale für Supermärkte entwickelt, die durch Aerodynamik den Stromverbrauch drastisch reduzieren.

Der Umsatz der Sparte macht derzeit 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus und soll von 20 Millionen Pfund auf 50 oder sogar 100 Millionen Pfund steigen. Die Gewinne aus der Entwicklungsabteilung würden dann wieder ins Rennteam fließen, erklärte Williams. Die 40-Jährige ist die einzige Frau in der Führungsebene eines Formel-1-Rennstalls. Den letzten Weltmeistertitel gewann Williams 1997 mit Rennfahrer Jacques Villeneuve.

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